Lauenburg, Elbschifffahrtsmuseum, Votrag vor Besuchern am Tag des offenen Denkmals 2017

Was können Sie bei uns hören und sehen?

Lfd. Nr.

Thema

Zeit und Ort

1.

Studienreise: Washington D.C.

PD Dr. Maria Moss, Leuphana Universität Lüneburg

Der Vortrag mit Präsentation dokumentiert eine Studienreise in die Hauptstadt der USA dokumentieren, die  Frau Moss im September 2018 mit Studierenden der Leuphana Universität Lüneburg durchgeführt hat. Im Mittelpunkt dieser Studienreise steht Washingtons unvergleichliche Musenlandschaft, die sog. Smithsoninan Institution. Dieser weltweit größte Museumskomplex beherbergt u.a. das National Air and Space Museum, das National Museum of Natural History, das National Museum of the American Indian (Foto) sowie das erst 2016 eröffnete National Museum of African American History and Culture. Doch auch die unzähligen Denkmäler (z.B. Lincoln Memorial, Vietnam Veterans Memorial) sowie die politischen Instanzen des krisengeschüttelten Washington und Schauplätze der Weltpolitik (z.B. White House, United States Capitol, Supreme Court, Library of Congress) stehen auf der Tagesordnung.

In Zusammenarbeit mit Freie Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur e.V., Wentorf b. HH, siehe Links.

Dienstag, 12. Februar 2019, 19.30 Uhr;
Hotel Bellevue, Blumenstraße29, LaueWashington D.C., National Museum of the American Indiannburg

2.

Naturerlebnisse in den Vier- und Marschlanden -
ein Jahresrückblick auf 2018 mit Lichtbildern

Dr. Ute Meede, Diplom-Biologin und Naturfotografin,
Hamburg-Ochsenwerder

Die Naturbeobachtungen zeigten, dass vertraute Tierarten nur selten oder gar ganz verschwunden waren. Jedoch bot die Natur auch erfreuliche Überraschungen: Unerwartet tauchte im August ein Schwalbenschwanz auf dem blühenden Rotklee der Klee-Gras-Wiesen auf Hof Eggers auf und labte sich am Nektar. Der warme Sommer ließ offenbar die Entwicklung einer dritten Generation zu, denn im Oktober zeigten sich in einem naturnahen Garten in Lauenburg vier ebenso markante Raupen dieses großen schönen Falters am Dill, eine Nahrungspflanze dieser Raupen.

Dienstag, 12. März 2019,
15 Uhr;
Hotel Bellevue, Blumenstraße 29, Lauenburg

3.

Im Wald von Tesperhude: Traumberuf Förster

Film von Dr. Roland Doerffer über Wolfgang Kruckow
und seinen Wald

Förster Kruckow (im Foto) hat das Forstrevier Grünhof 32 Jahre betreut, bis er Ende 2018 in den Ruhestand ging. Der Geesthachter Biologe und Filmemacher Dr. Roland Doerffer hat ehrenamtlich einen Film über das Leben und Arbeiten im Wald gedreht. Drei Jahre lang konnte er den Förster und seine Mitarbeiter bei ihren Arbeitseinsätzen mit der Kamera begleiten.

Der Film zeigt die manchmal harte und gefährliche Arbeit der Forstwirte bei jedem Wetter, die einsamen Stunden der Waldmaschinen-Fahrer, aber auch die schönen Stunden beim Erleben der Natur, vor allem im Naturschutzgebiet Hohes Elbufer, das von der Försterei betreut wird. Er erzählt vom Pflanzen der Bäume und von der Fällung altehrwürdiger Baumriesen von Buchen und Eichen, deren Lebensbeginn weit über 100 oder 200 Jahre zurückgeht.

Dauer: 90 Minuten. Eintritt frei, um Spenden für den Naturschutz wird gebeten.

Dienstag, 19. März 2019,
19 Uhr;
Osterwold-Halle, Elbstraße 145 a, Lauenburg

4.

Von der Waschbalge zum Heringsfass

Horst Eggert

Vortrag über Lauenburger Böttcher und Fassfabriken. Das Fass war der „Container“ des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. In den drei größeren Fassfabriken Lauenburgs hatten viele Frauen und Männer ihre Arbeit. Die Nachfrage nach Herings-, Bier-, Wein-, und Butterfässern war groß. Behältnisse für den täglichen Gebrauch, wie Kübel, Waschbalgen, Holzeimern wurden von den Böttchern, auch Küfern genannt, in ihrer Werkstatt, meist sogar im Wohnhaus, eingerichtet, gefertigt. In seinem Vortrag wird Horst Eggert dieses, damals für Lauenburg so wichtige, Handwerk, in Bildern und Anekdoten präsentieren.

In Kooperation mit dem Seniorenbeirat der Stadt Lauenburg

Donnerstag, 11. April 2019, 15 Uhr; Mosaik-
Festhalle, Raiffeisenweg, Lauenburg

5.

Bismarck im Herzogtum Lauenburg

Dr. Ulf Morgenstern zur Eröffnung der Sonderausstellung

Diese Ausstellung ist bis zum 30. Juni 2019 täglich geöffnet.

Eine Veranstaltung der Stadt Lauenburg mit der
Otto-von-Bismarck-Stiftung

Freitag, 24. Mai 2019, 18 Uhr; Elbschifffahrts-Museum, Elbstraße 59, Lauenburg

6.

Die Karte des Johann Pfannenstiel

Christel Happach-Kasan

Im Elbschifffahrtsarchiv in Lauenburg wird eine dekorative, farbige von Heinrich Murjahn gezeichnete Karte aufbewahrt (Foto): „Dieses ist von der Copia des Originals welches durch Herrn Johan Pfannenstiel in Grund gelegt ist. Anno 1650 den 28. Juni“. Die Karte zeigt Lauenburg mit der Elbe und die südlich gelegenen Lüneburger Marschen. Mit besonderer Detailtreue widmet sie sich dem Gewässersystem. Die Pfannenstielsche Karte selbst ist nicht erhalten. Auch ihre Entstehungsgeschichte ist weitgehend unbekannt. Die Karte wurde jedoch als wertvoll erachtet und mehrfach kopiert. Ihr Autor, Johann Pfannenstiel, stammte aus Kulmbach und war durch den Dreißigjährigen Krieg nach Hamburg gelangt.

Veranstalter: Stiftung Herzogtum Lauenburg, in Kooperation mit der Stadt Lauenburg

Dienstag, 4. Juni 2019, 19:30 Uhr; Elbschifffahrts-museum, Elbstraße 59, Lauenburg

7.

Otto von Bismarck -
Anmerkungen zu einer Jahrhundertgestalt

Prof. Dr. Lappenküper zum Abschluss der Sonderausstellung

Diese Ausstellung ist noch bis zum 30. Juni 2019 täglich geöffnet.

Eine Veranstaltung der Stadt Lauenburg mit der
Otto-von-Bismarck-Stiftung

Donnerstag, 27. Juni 2019, 18 Uhr; Elbschifffahrts-Museum, Elbstraße 59, Lauenburg

8.

Herzog Franz II.: Der Weg des Herzogtums Lauenburg in die frühe Neuzeit

Dr. Claudia Tanck

Als Herzog Franz II. am 2. Juli 1619 im Lauenburger Zollhof starb, hörte Lauenburg auf Residenzstadt zu sein, denn sein Sohn und Nachfolger August verlegte, statt das 1616 zu großen Teilen abgebrannte Schloss wieder aufzubauen, die Residenz nach Ratzeburg.

Franz II. (im Foto, Ausschnitt aus dem Familienbild in der Marienkirche zu Büchen) war einer der bedeutendsten Herzöge aus der Linie Sachsen-Lauenburg. Stand sein Herrschaftsantritt wegen der Auseinandersetzungen mit seinem älteren und damit erbberechtigten Bruder Magnus zunächst unter keinem guten Stern, wurde Franz II. später zu einem der bedeutendsten Lauenburger Herzöge. Mit der „Ewigen Union der Ritter- und Landschaft“ von 1585 wurde das Verhältnis zwischen dem Herzog und den Ständen bis ins 19. Jahrhundert hinein geregelt. Im selben Jahr wurde die Lauenburgische Kirchenordnung erlassen, die in Teilen bis heute gültig ist, und 1599 wurde mit der „Policey-Ordnung“ in Ratzeburg und Lauenburg erstmalig eine verbindliche Rechtsordnung für die beiden Städte geschaffen. In diesem Vortrag wird das Leben dieses Fürsten, der auch in Lauenburg seine Spuren hinterlassen hat, nachgezeichnet.

In Kooperation mit dem Forum für Kultur und Umwelt, siehe Links

Dienstag, 8. Oktober 2019, 19:30 Uhr; Elbschifffahrts-Museum, Elbstraße 59, Lauenburg

9.

Vietnam und Kambodscha -
die neuen Tigerstaaten Asiens?

Prof. Dr. Martin Pries, Leuphana Universität Lüneburg

Beide Länder haben eine konfliktreiche Vergangenheit. Vietnam war nach dem 2. Weltkrieg lange Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. Hier hinterließ der Krieg schwere Zerstörungen. In Kambodscha wütete die Roten Khmer schwer in der eigenen Bevölkerung. Unzählige Kulturgüter gingen in der Zeit verloren, vieles blieb aber auch erhalten.

Nach dem Sieg Nordvietnams über den westlich orientierten Süden übernahm zunächst ein kommunistisches Regime die Kontrolle mit starker Planwirtschaft. Die Liberalisierung der Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten führte zu einem rasanten Wirtschaftswachstum. Besonders starken Einfluss übt der ehemalige Verbündete China aus.

Die beiden asiatischen Staaten erleben in den letzten Jahren ein rasantes Wirtschaftswachstum. Mit den steigenden Löhnen in China verlagern immer mehr Unternehmen ihre Produktion nach Vietnam und Kambodscha.

Im Vortrag soll der Kontrast zwischen dynamisch wachsenden Städten und historischen Stätten herausgearbeitet werden.

In Zusammenarbeit mit Freie Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur e.V., Wentorf b. HH, siehe Links.

Dienstag, 15. Oktober 2019, 19.30 Uhr;
Hotel Bellevue, Blumenstraße 29, Lauenburg


10.

Pilgerwege im Herzogtum Lauenburg

Uwe Brunken, Hartmut Kühne, Dr. Claudia Tanck

In den letzten Jahren hat das Pilgern konfessions-übergreifend eine Renaissance erlebt. Die skandinavische Route des Jakobsweges führt auch durch das Herzogtum Lauenburg. Doch das Ziel muss nicht immer Santiago de Compostela sein, denn auch im Herzogtum Lauenburg gab es im Mittelalter Wallfahrtsorte, die Pilger von Nah und Fern anzogen wie zum Beispiel das wundertätige Marienbild in Büchen-Dorf.

Diesen und andere, weniger bekannte Pilgerorte wird Dr. Claudia Tanck (Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg) vorstellen. Hartmut Kühne (Berlin) wird von Funden mittelalterlicher Pilgerzeichen im Stader Hanse-Hafen berichten, die er ausgewertet hat. Zusammen mit anderen, bisher in der norddeutschen Wallfahrts-Forschung nicht systematisch beachteten Quellen, wie den Papsturkunden und Quellen aus kommunalen und kirchlichen Archiven, entsteht ein neues Bild der norddeutschen Wallfahrts-Landschaft, insbesondere für den Raum zwischen Hamburg, Wismar und Lüneburg. Uwe Brunken (Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg) wird die Zuhörer anschließend auf eine kleine Reise auf den wiederentdeckten Pilgerwegen im Herzogtum Lauenburg mitnehmen und einen Einblick in die Pilgerarbeit des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg geben.

In Kooperation mit der Bezirksgruppe Schwarzenbek und
dem Forum für Kultur und Umwelt, siehe Links

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19:30 Uhr; Elbschifffahrts-Museum, Elbstraße 59, Lauenburg


11.

100 Jahre Frauenwahlrecht -
Wie lebten Frauen damals im Lauenburgischen?

Dr. Anke Mührenberg, mit Friederike Betge

Im November 1918 wurde das Wahlrecht für Frauen eingeführt, am 19. Januar 1919 durften sie erstmals an Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung teilnehmen - ein Meilenstein für die Emanzipation der Frauen nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg.

Die Referentin, tätig im Kreisarchiv, beleuchtet in ihrem Vortrag, wie es zur Einführung des Wahlrechts kam und wie das alltägliche Leben der Frauen um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert aussah. Welche Arbeits- und Bildungs-Möglichkeiten hatten Frauen im Lauenburgischen? Und welche Bedeutung hatte die wachsende Berufstätigkeit von Frauen während des Ersten Weltkrieges?

Foto: Anna Flörke (1893 - 1980), Journalistin, Bibliothekarin, Sozialdemokratin, Abgeordnete, Mutter in Lauenburg

In Kooperation mit der Stadt Lauenburg, siehe Links

Dienstag, 5. November 2019, 19:30 Uhr; Elbschifffahrts-Museum, Elbstraße 59, Lauenburg


Schmetterling, Schwalbenschwanz, fotografiert von Dr. Ute Meede Wolfgang Kruckow in 'seinem' Wald in Tesperhude Böttcher-Handwerk Landkarte des Christoph Pfannenstiel, Ausschnitt Lauenburg Herzog Franz II. von Sachsen-Lauenburg, Ausschnitt aus Familienbild in der St.-Marien-Kirche zu Büchen-Dorf Vietnam, Hanoi, mit 336 Metern zweithöchste Gebäude, Keangnam Hanoi Landmark Tower Lütau, Kirche St. Dionys und St. Jacobus, Namensstein Anna Flörke, Frauenrechlerin in Lauenburg

Stand: 13. Mai 2019

Was in der Vergangenheit bereits vorgetragen wurden, zeigt diese Tabelle:

Vortragsliste (ab 2012)    Vorträge

Bezirksgruppe Lauenburg/Elbe im

Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg e. V.

1. Vorsitzender:


vakant

2. Vorsitzender:


Manfred Maronde

Telefon: 0 41 53 / 5 99 08 48

E-Mail: Manfred.Maronde@t-online.de

Hinweise:

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