Lauenburg, Altstadt mit der Elbe, darauf Dampfschiffe der Reederei Burmester, Ölbild von Heinrich Murjahn Geschichte.

Jacob (Jakob) Kron * 1913, † 1997

Jakob Kron (1913 - 1997)

Jacob Kron hatte im Mai 1982, mit bereits 68 Jahren, die Leitung des Lauenburger Elbschifffahrtsmuseums von Wilhelm Schröder übernommen. Während seiner 12-jährigen Amtszeit bis 1994 hat er wesentliche Maßstäbe für das Museum gesetzt. Schon gleich nach seiner Amtsübernahme erkannte er, dass für die Ausstellung neue Besucherkreise erschlossen werden müssen. Unter Inkaufnahme archivaischer Ungereimtheiten wurden Räume für Sonderausstellungen zu wechselnden Themen frei gemacht. Nahezu hundert Sonderausstellungen während der zwölf Jahre brachten zusammen mit der ständigen Ausstellung im Museum zeitweise Spitzenwerte von bis zu 16.000 Besucher pro Jahr!

Jakob Kron, Museumsleiter, Lauenburg


Foto: LL

Gleichzeitig ordnete er die Zuständigkeiten der Fachbereiche innerhalb des Museums neu: Der jetzige Museumsleiter Werner Hinsch, der bereits seit 1962 ehrenamtlich am Museum tätig war, wurde Leiter der Abteilungen Schifffahrt und Technik, die Aufgaben des Schifffahrtsarchivs übertrug er dem Verein zur Förderung des Lauenburger Elbschifffahrtsmuseums. Jacob Kron selbst übernahm den Bereich der Stadt- und Herzogsgeschichte. Aufgrund seines überdurchschnittlichen Wissens um die genealogischen Zusammenhänge der Lauenburger Herzöge zu einflussreichen Herrscherhäusern Europas deckte er viele bislang unbekannte Fakten auf. Diese im Museum und darüber hinaus in zahlreichen Vorträgen und Veröffentlichungen darzustellen, wurde Krons Hauptaufgabe. Die Schwerpunkte zu diesem Themenbereich wurden neu gesetzt.


Besonders herausragend war die ewige Neugier des Autodidakten, die erst dann gestillt war, wenn er alle Fragen zur Heimatgeschichte beantworten konnte. Energie tankte Jakob Kron in der Natur: Oft kam er mit dem Fahrrad oder zu Fuß von seinem Heimatort Marschacht ins Museum: „Dabei habe ich frische Luft, Bewegung und die Zeit, mir Gedanken zu machen. Wenn ich dann in Lauenburg ankomme, steht mein Konzept für die nächste Ausstellung“, sagte er in einem Interview.


Der größte Erfolg von Jacob Kron aber war die Einrichtung der Findorff-Gedenkstätte im Geburtshaus der berühmten Lauenburger im Hohlen Weg. Jahrelang geschickt geführte Verhandlungen mit zuständigen und „angeblich zuständigen“ Stellen brachten letztendlich den Erfolg. Hiermit wird in einmaliger Weise nicht nur den Lauenburger Bürgern die bedeutsame Arbeit ehemaliger Mitbürger wieder in das Bewusstsein zurückgerufen.


Jakob Krons Arbeit wurde mehrfach gewürdigt: 1987 erhielt er den Ehrenbecher des Bürgervorstehers, 1990 den „Rufer“, 1992 die Findorff-Gedenkmedaille und die Ehrennadel der Stadt.


(Zeitungen: Lauenburger Rufer vom 7. Januar 1998,

Lauenburgische Landeszeitung/Bergedorfer Zeitung vom 30. Dezember 1997)

Lauenburg, Elbstraße 59, Elbschifffahrtsmuseum Lauenburg, Hohler Weg, Findorff-Haus Lauenburg, Hohler Weg, Findorff-Haus, Findorff-Stube im Obergeschoss

Links: Elbschifffahrts-Museum,
Elbstraße 59,

rechts: Findorff-Haus,
Hohler Weg,

beide Lauenburg

Links:

Findorff-Stube im Obergeschoss im Haus Hohler Weg,

Lauenburg (2012)


Farbfotos: Manfred Maronde

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