Lauenburg, Fischer in Hohnstorf am Elbufer

Vorstandswahl 2018

Horst Eggert gibt Vorsitz im Heimatbund und Geschichtsverein ab

Lauenburg (du) - Im vergangenen Jahr hatte Horst Eggert angekündigt, den Vorsitz der Lauenburger Ortsgruppe des Heimatbund und Geschichtsvereins nieder zu legen. Mit den Worten: „Ich möchte mein Amt in jüngere Hände geben und mich mehr auf das Schreiben und auf die Blumenzucht konzentrieren“, begründete er seinen Entschluss.


Bei der Mitglieder-Versammlung im Hotel Bellevue stellte sich der 82-Jährige jetzt nicht mehr zur Wiederwahl. Mit Manfred Maronde (58) und Andreas Püst (41) konnten zwei Kandidaten für seine Nachfolge gefunden werden. Andreas Püst war nicht anwesend, hatte aber Dieter Wollenberg zu seinem Fürsprecher gemacht. Für den Fall seiner Wahl hatte Püst ihm mit auf den Weg gegeben, dass er das Amt nur annehmen würde, wenn er vom Vorstands-Team im Bereich der Veranstaltungen unterstützt wird.


Püst engagiert sich in Lauenburg bereits als Leiter des Theaters in der Osterwold-Halle, leitet die Lauenburger Volkshochschule und hat als Jurist eine Kanzlei in der Stadt. So ganz nebenbei ist er auch noch als Schauspieler aktiv. Mit den Worten "Andreas Püst ist ein gewachsener Lauenburger. Es wäre gut, wenn wir einen Vorsitzenden hätten, der in der Stadt fest verwurzelt ist und der jungen Generation angehört", warb Wollenberg für seinen Kandidaten.

Horst Eggert, langjähriger 1. Vorsitzender

Horst Eggert hat den Vorsitz des Heimatbund und Geschichtsvereins abgegeben.


 Foto: Ute Dürkop

Manfred Maronde bezeichnete sich als Mensch, der etwas Abstand hat, da er erst seit 2020 in Lauenburg lebt. "Ich könnte mir aber vorstellen, mich als Beisitzer oder als zweiter Vorsitzender in den Verein einzubringen", sagte er. Von den 26 Anwesenden des 91 Mitglieder starken Vereins entschieden sich zwölf für Andreas Püst und sieben für Manfred Maronde.


Zehn Jahre lang leitete Horst Eggert die Lauenburger Ortsgruppe. Er brachte mit seinem Wissen über die alte Elbstadt und den Kontakten, die er zu allen hat, die etwas erzählen können, neuen Wind in den Verein. Eggert ist kein waschechter Lauenburger, sondern in der "Griesen Gegend" und zwar in Woosmer Hof, geboren. Die Familie musste flüchten und kam nach Ende des Zweiten Weltkrieges nach Lauenburg. Seine Kindheit erlebte er rund um die Friedrichsbrücke, den Vorwerkhof, Schlossturm und das Schloss.


Das Ehrenamt ist Eggert eine Herzensangelegenheit. Seit fast 70 Jahren engagierte er sich erst für den Turnsport und dann für den Heimatbund. Dass Horst Eggert auch aus der zweiten Reihe im Vereinsleben die Füße nicht still halten wird, wurde deutlich, als er noch vor seiner offiziellen Amtsniederlegung die Leiterin des Hohnstorfer Fischereimuseums, Marianne Meyer, mit einer Ankündigung vorstellte. „In diesem Jahr steht der Tag des offenen Denkmals am 9. September unter dem Motto: ‚Entdecken was uns verbindet’. Zwischen Hohnstorf und Lauenburg gibt es sehr viel Gemeinsamkeiten und die werden wir am 9. September präsentieren“. Auch die Veranstaltung „Plattdütscher Harvst“, dessen Organisation der Heimatbund und Geschichtsverein unter seiner Regie seit 2017 übernommen hat, wird es in diesem Jahr wieder geben.


So idyllisch im Grünen versteckt stand das Schloss.


 Foto: privat

Mit einem für ihn so typischen Abschiedsgeschenk an die Vereinsmitglieder räumte Horst Eggert seinen Platz als Vorsitzender. Er hatte ein Bild von Lauenburg aus den 1920er Jahren mitgebracht. Darauf ist das Schloss in geradezu idyllischer Umgebung zu sehen. Parallel zum Eingang stand bis in die 1950er Jahre ein Goldfisch-Brunnen, umgeben von Taglilien und dekoriert mit zwei Steinkugeln.

Schloss Lauenburg in 1950er Jahren

„Die Beamten haben im Winter ihren Goldfischschatz ins Schloss geholt und die Fische dann dort gefüttert“, erzählte er. Aber es waren nicht die Fische, die von den Jungs der Schlossturmbande in ihren Holzpantoffeln aufs Korn genommen wurden. Sie konnten der Versuchung nicht widerstehen, die Kugeln in Richtung Wallweg den Hang hinunter rollen zu lassen. „Leider wurden wir beobachtet und die Polizei kam zu uns ins Haus. Wir wurden verdonnert, die Kugeln den Hang wieder rauf zu rollen. Das war Schwerstarbeit. Das Runterkugeln hat sehr viel mehr Spaß gemacht“, erzählte Eggert.


Rufer, von Ute Dürkop, 4. April 2018, Seite 2

(Internet: http://epaper.lokale-wochenzeitungen.de/vblar/176)


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